


Weitere atuelle Informationen zum Thema "ehemalige Heimkinder" finden Sie unter Informationen, unter Termine und unter Pressetexte
Am 6. Juni 2010 um 22:30 Uhr
3SAT
Dokumentarfilmzeit
Die Unwertigen
Macht und Ohnmacht der Jugendlichen im Dritten Reich
Dokumentarfilm von
Renate Günther-Greene
Deutschland 2009
Der Film "Die Unwertigen" von Renate Günther-Greene erzählt die Geschichte von diesen vier Menschen, die überlebt haben, aber bis heute von den traumatischen Erlebnissen der verlorenen Jahre geprägt sind. Dabei verzichtet der Film auf einen Sprecherkommentar, die Gesprächspartner erzählen ihre Geschichte in eigenen Worten. (ARD/WDR/3sat)
SWR
Sendung am 19.04.2010
23.00 bis 23.29 UhrMissbraucht und missachtet
Das Versagen von Kirche und Schule
Bundesweite Telefon-Hotline
Hilfe für Opfer sexuellen Missbrauchs
Die katholische Kirche hat eine bundesweite Telefon-Hotline für Opfer sexuellen Missbrauchs eingerichtet.
Die bundesweite Telefon-Hotline Hilfe für Opfer sexuellen Missbrauchs ist ab sofort unter der kostenlosen Nummer
0800 120 1000
erreichbar.
Die Hotline ist jeweils von Dienstag bis Donnerstag von
13.00 bis 20.30 Uhr
besetzt.
Außerhalb dieser Zeiten ist ein Anrufbeantworter geschaltet.
Für die Gespräche stehen geschulte Berater und Therapeuten bereit. Die Anrufer können auf Wusch anonym bleiben.
Zudem hat die Deutsche Bischofskonferenz unter
www.hilfe-missbrauch.de
eine entsprechende Internetseite eingerichtet.
Der Trierer Bischof Stephan Ackermann, der Missbrauchsbeauftragte der Deutschen Bischofskonferenz ermutigte die Opfer zurückliegender und aktueller Fälle im Bereich der katholischen Kirche, sich an die Hotline zu wenden.
Sonntag, 21. März 2010
17.30 Uhr
ARD
"Gott und die Welt"
Reportage:
"Das vergisst man nie! - Eine Kindheit im Heim".
Am 22. Januar 2010
hat der Runde Tisch Heimerziehung den angekündigten Zwischenbericht vorgerlegtAm Freitag 05.03.2010
22.00 Uhr
SWR Fernsehen
Menschliche Abgründe
In der Sendung wird es unter Anderem auch um sexuellen Missbrauch in Heimen gehenWiederholung: Samstag, 06.03.2010, 12.20 Uhr, SWR Fernsehen
Den Wortlaut des Zwischenberichtes findem Sie
Einen Mitschnitt der Pressekonferenz zum Zwischenbericht
des Runden Tisches Heimerziehung
finden Sie unter:Ab Mittwoch, dem 13.01.2010
Die katholische Kirche startet eine telefonische Hotline für
ehemalige HeimkinderDie telefonische Hotline ist zu folgenden Zeiten erreichbar:
Montag, Mittwoch, Freitag von 09:00 18:00 Uhr
Tel.: 0180 4100 400
(Kosten pro Anruf: 0,20 ¤ aus dem Festnetz,
ggfls, abweichende Preise aus den Mobilfunknetzen)Mittwoch - 12. Dezember 2009
im Petitionsausschuss des
Landtages von Baden-Württemberg
12:30 UhrAnhörung von Petenten zum Thema
Heimerziehung in der Nachkriegszeit bis in die 70er Jahre
Mittwoch - 7. Oktober 2009
Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover
Diakonische Werk der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover e.V.
Für die Evangelisch-lutherische Landeskirche Hannover und das Diakonische Werk der Evangelisch-lutherischen Landeskirche Hannover e.V. haben die Landesbischöfin Dr. Margot Käßmann
und der Diakonie-Direktor Dr. Christoph Künkel eine gemeinsame Erklärung zu der Situation in Heimen der Jugendfürsorge in den 50er und 60er Jahren herausgegeben.Diese Erklärung beginnt mit dem Satz:
"Mit Trauer stellen wir fest, dass in unseren Einrichtungen der Jugendfürsorge in den 50er und 60er Jahren schlimmes Unrecht geschehen ist."
Sie endet mit den Worten:
"Wir, die kirchlichen und diakonischen Einrichtungen wissen heute, dass bei der Erziehung und Förderung vieler Kinder und Jugendlicher, die uns in den Erziehungseinrichtungen anvertraut waren, vielfach versagt wurde.
Wir bitten bei den Betroffenen ehemaligen Bewohnerinnen und Bewohnen um Entschuldigung und Vergebung.
Wir haben aus der Vergangenheit gelernt. Deshalb setzen wir uns in unseren Einrichtungen konsequent für eine Pädagogik ein, die erfahrbar von der bedingungslosen Annahme jedes Menschen durch die Liebe Christi geprägt ist."Den gesamten Wortlaut der Erklärung finden Sie hier:
http://www.evlka.de//content.php?contentTypeID=4&id=11463
Am Mittwoch, dem 7. Oktober 2009
in der Zeit von 10.00 16.30 Uhr
Veranstaltet das
Diakonisches Werk der
Ev.-luth. Landeskirche Hannovers
eine Tagung zum Thema
Verantwortung für das Schicksal früherer Heimkinder übernehmen
Veranstaltungsort
Gemeindehaus und Kirche zu
Herrenhausen Leinhausen
Hegebläch 18
30419 Hannover
Weitere Informationen:
http://www.diakonie-hannovers.de/aktuelles/4910.htm
Programm:
http://www.diakonie-hannovers.de/downloads/Tagung_Heimkinder.pdf8./ 9. September 2009
Der Runde Tisch Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren
kam in Berlin zu seiner vierten Sitzung zusammen.
Die Presseerklärung dazu finden Sie hier
Am 5. September 2009 sendete
3SAT
um 15:50 UhrAuf Wiedersehen, Kinder
von Louis Malle
Drama, F/BRD 1987
Originaltitel:
Au revoir les enfantsDrama über eine Freundschaft, viele Vorurteile und einen Verrat in einem katholischen Internat. Regisseur Louis Malle wäre am 30. Oktober 70 Jahre alt geworden
- Runder Tisch Heimerziehung -
Die Kontinuität der Arbeit des "Runden Tisches Heimerziehung"
ist nun gewährleistet.
Am 13.08.2009 um 10 Uhr kam es vor dem Berliner Kammergericht zur Verhandlung
Verein ehemaliger Heimkinder e.V. ./. Runder Tisch Heimerziehung
in den 50er und 60er Jahren
Der VeH wurde durch seine 1. Vorsitzende Monika Tschapek-Güntner und durch die Schriftführerin Heidi Dettinger sowie den Anwalt des VeH vertreten.
In der Verhandlung ging es um die sofortige Beschwerde des VeH vom 26. Juni 2009 gegen den Beschluss des Landgerichts Berlin vom 9. Juni 2009. Das Landgericht hatte einen Antrag des VeH auf einstweilige Verfügung seinerzeit abgelehnt.
Mit seinem Antrag wollte der VeH erreichen, in Zukunft drei Delegierte des Vereines sowie einen Rechtsanwalt in das Gremium "Runder Tisch Heimerziehung" entsenden zu können.
Ergebnis der mündlichen Verhandlung war die Zurückweisung der sofortigen Beschwerde.
Es wurde mit Urteil vom 13. August 20009 - 23 W 46/09 für Recht erkannt:
1. Die sofortige Beschwerde des Verfügungsklägers vom 26.06.2009 gegen den Beschluss des Landgerichtes Berlin -19 O 396/09 - vom 09.06.2009 wird zurückgewiesen.
2. Der Verfügungskläger hat die Kosten des Beschwerdeverfahrens zu tragen.
Der VeH hat also vor dem Kammergericht Berlin in höchster Instanz verloren und muss nun auch noch die Kosten des Beschwerdeverfahrens tragen.
Damit ist zu befürchten, dass dem VeH nun wohl schwere Zeiten bevor stehen werden.
Der Vorstand des VeH war offenbar schlecht beraten, diesen Weg zu beschreiten, zumal es hinreichende Mittel, Wege und Möglichkeiten gegeben hätte - ohne Konfrontation - in Kooperation mit dem "Runden Tisch Heimerziehung" der gemeinsamen Sache zu dienen.
Für die Betroffenen bedeutet der Beschluss des Kammergerichtes, dass der - auf Initiative des Bundestages eingerichtete - "Runde Tisch Heimerziehung" seine Arbeit nun konstruktiv weiterführen kann. Wenn man das Protokoll zur 3. Sitzung des Runden Tisches aufmerksam liest und die Bedeutung der darin benannten Erkenntnisse würdigt, so kann man guter Hoffnung sein, dass es diesem Gremium gelingen wird, die Vorgaben aus der Empfehlung des Petitionsausschusses auch entsprechend umzusetzen, denn nun ist die Kontinuität der Arbeit des "Runden Tisches Heimerziehung" wieder gewährleistet.
Michael-Peter Schiltsky©
Zur Presseerklärung des Kammergerichtes Berlin - PM 40/09
Anhörung des hessischen Landtages zum Thema "Ehemalige Heimkinder" geplant
Der hessische Landtag will das "Unrechtsschicksal von Heimkindern in den 50er und 60er Jahren" aufarbeiten.
Am 29. Oktober 2009 soll eine öffentliche Anhörung des Landtages zum Thema "Ehemalige Heimkinder" stattfinden.
Dazu sucht der Hessische Landtag Betroffene, die in Heimen in Hessen während der 59er bis 70er Jahre untergebracht waren, sowie Mitarbeiter von ehemaligen Heimträgern in Hessen.
Wer über seine Erfahrungen in Hessischen Heimen berichten möchte kann sich per Telefon unter0611/ 350334 und 0611/ 350335
so wie per E-Mail an
j.schlaf@ltg.hessen.de oder
a.wiekhorst@ltg.hessen.de
wenden.
Der Landtagspräsident Norbert Hartmann (CDU) garantiert dass alle auf diesem Wege eingehenden Mitteilungen vertraulich behandelt werden.
Am Montag 3. August 2009 um 20:15
sendete das ZDF
Solo für Schwarz
Tödliche Blicke
2007
Regie: Martin Eigler
Buch: Sven Poser
Kamera: Christoph Chassee
Musik: Oliver Kranz
Darsteller: Barbara Rudnik - Hannah Schwarz
Harald Schrott - Konrad Fuchs
Meral Perin - Katharina Petrescu
Karl Kranzkowski - Peter Kambach
Ulrike Krumbiegel - Maren Pigge
Martin Lindow - Holger Pigge
Heinrich Schmieder - Georg Eichhorn
Tobias Oertel - Norbert Mertens u.a. -
Der Schweriner Polizei fällt zufällig eine Digitalkamera in die Hände, auf der Fotos von einer gefolterten älteren Dame gespeichert sind. Die vom LKA angeforderte Kriminalpsychologin Hannah Schwarz (eisig: Barbara Rudnik) und Kollege Konrad Fuchs (Harald Schrott) sind sich bald sicher, dass es sich bei dem Opfer um Pauline Eichhorn handelt. Die Frau leitete in der DDR ein Kinderheim für Schwererziehbare, in dem drakonische Strafmaßnahmen an der Tagesordnung waren. Aber wie hängt das mit einem weiteren Folter?opfer zusammen, dessen Bilder im Internet auftauchen? Und was verheimlicht der Lkw-Fahrer Holger Pigge (Martin Lindow)? Extrem packender und beklemmender Krimi voller falscher Fährten und mit einem raffinierten Clou.
Am 15. und 16. Juni 2009
fand die 3. Sitzung des
Runden Tisches Heimerziehung
in Berlin statt. Das Protokoll zu der Sitzung finden Sie
hier
Am Mittwoch dem 24.Juni 2009
sendet der
SWR
von 20:15 bis 21:00 Uhr
Der Kampf für eine Entschädigung
Die Heimkinder
von Sylvia Nagel
Siehe auch hier
5. Juni 2009
Pressemitteilung der Geschäftsstelle Runder Tisch
Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren
Homepage der Geschäftsstelle des Runden Tisches Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren" online
Heute ging die Homepage der Geschäftsstelle des Runden Tisches Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren online. Auf diese Homepage werden Informationen über die Ziele, die Mitglieder und die Arbeit des Runden Tisches und seiner Geschäftsstelle zugänglich gemacht.
Die Web-Adresse der Homepage des Runden Tisches Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren lautet:
www.rundertisch-heimerziehung.de
Im Zusammenhang mit dem Launch der Website wird besonders auch auf die Info- und Beratungsstelle des Runden Tisches Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren als Anlaufstelle für ehemalige Heimkinder hingewiesen.
Die Info- und Beratungsstelle
befasst sich mit den persönlichen Anliegen von ehemaligen Heimkindern
bietet telefonisch und persönlich Gespräche an, die vertraulich behandelt werden
ist bei der Vermittlung von Unterstützungsangeboten behilflich
ist Ansprechpartner für regionale Initiativen vor Ort
bietet Unterstützung und Vermittlung bei der Suche nach persönlichen Akten und bei der Akteneinsicht
begleitet bei der Gestaltung von reflektierenden Gesprächen mit ehemaligen Betreuungspersonen
organisiert und vermittelt fachlichen Austausch zwischen Beratungsstellen und Organisationen,
die Beratungs- und Unterstützungsarbeit leisten.
Die Info- und Beratungsstelle ist unter der Telefonnummer +49 30 27576777 erreichbar. Die Sprechzeiten sind: Dienstag und Freitag von 09.00 bis 12.00 Uhr sowie Mittwoch von 14.00 bis 17.00 Uhr.20. Mai 2009
Vorlage eines Untersuchungsberichtes
zu Zuständen in Heimen in Irrland!
Eine Untersuchungskommission der irischen Regierung legte am Mittwoch ihren 2500 Seiten umfassenden Bericht zu dem schwerwiegendsten Missbrauchsskandal in der Geschichte des Landes im edlen Conrad Hotel in Dublin vor.
Irsche Kier wurden zu Tausenden in von der katholischen Kirche geführten, vom irischen Statt finanzierten Heimen unterdrückt und missbraucht.
Die Kommission war nach einer Fernsehdokumentation 1999 eingesetzt worden.
In dem Bericht ist von von systematischem, körperlichem, sexuellem und emotionalem Missbrauch die Rede
Siehe dazu unter Presseberichte 20. Mai 2009
Am Mittwoch, 15.April 2009 sendet
Das Erste - ARD
um 23:30 Uhr
Die Heimkinder
Geschlagen und vergessen?
Film von Sylvia Nagel
Länge: 45 Minuten
Sie werden geschlagen, gedemütigt, missbraucht und müssen hart arbeiten: Heimkinder in den 50erund 60er Jahren der Bundesrepublik. Sie kommen ins Heim, weil sie nicht den Vorstellungen ihrer Eltern nach Ordnung, Moral und Angepasst sein entsprechen. Mal sind die Haare zu lang, mal ist es das Rauchen, mal gelten sie als sexuell und sittlich gefährdet. Es herrschen Erziehungsmethoden aus einer dunklen Epoche, aus Kaiserreich und Nazizeit.....
Weiter lesen hier
Am 2. und 3. April 2009
tagt zum zweiten Mal derRunde Tisch - Heimerziehung in den 50er bis in die 70er Jahre
Presseinformation der Geschäftsstelle
Runder Tisch "Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren":
Nachdem sich der Runde Tisch "Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren" am 17. Februar 2009 auf Beschluss des Deutschen Bundestages und unter Vorsitz von Frau Antje Vollmer, Bundestagsvizepräsidentin a. D., in Berlin Konstutuierte, tritt er nun am 2./3. April 2009 zur zweiten Sitzung zusammen.
Unter Anderem wird in dieser nichtöffentlichen Sitzung des Runden Tisches aus der Arbeit von Infostellen einzelner Bundesländer berichtet. Darüber hinaus wird es um Erfahrungsberichte Betroffener und ehemaliger Erzieher, sowie um eine zeitgeschichtliche Einordnung der Damaligen Heimerziehung durch Vertreter der Wissenschaft gehen.
Berlin, 26. 03. 2009
Pressekontakt:
Geschäftsstelle Runder Tisch "Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren"
Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe - AGJ
- Child and Youth Welfare Organisation -
Mühlendamm 3, 10178 Berlin - Deutschland / Germany
Tel.: 0049 (0) 30 - 400 40 228
Fax: 0049 (0) 30 - 400 40 232
E-Mail: Info@rundertisch-Heimerziehung.de5. März 2009
Im Pressebericht
des Vorsitzenden der Deutschen Bischofskonferenz,
Erzbischof Dr. Robert Zollitsch,
anlässlich der Pressekonferenz zum Abschluss der Vollversammlung der Deutschen Bischofskonferenz
am 5. März 2009 in Hamburg
Heißt es zum Thema Ehemalige Heimkinder unter:
X. Caritas
Ehemalige Heimkinder aktuelle Entwicklungen
Die Deutsche Bischofskonferenz begrüßt die Einrichtung eines Runden Tisches, der sich unter Vorsitz von Bundestagsvizepräsidentin a. D. Dr. Antje Vollmer mit der Heimerziehung in den 50er und 60er Jahren auseinandersetzt. Die Deutsche Bischofskonferenz ist selbst kein Träger von Einrichtungen der Heimfürsorge, weder damals noch heute. Allerdings hat sie ein großes Interesse an mehr Gewissheit über die Situation in diesen Einrichtungen in der Nachkriegszeit insgesamt, auch was die Einrichtungen in katholischer Trägerschaft betrifft. Es gibt berechtigte Erwartungen an katholische Einrichtungen, besonders wenn sie für Kinder und Jugendliche da sind. Deshalb bedauert es die Deutsche Bischofskonferenz zutiefst, dass offenbar auch in katholischen Heimen Kindern und Jugendlichen in den 50er und 60er Jahren Unrecht und schweres Leid widerfahren ist. Ihnen gilt unser uneingeschränktes Mitgefühl. Zweifellos stehen auch die katholischen Träger in der Verantwortung für die Menschen, die ihren Einrichtungen aus welchen Gründen auch immer für eine gewisse Zeit anvertraut worden sind. Nach jetzigem Kenntnisstand ist die Zahl der problematischen Fälle im kirchlichen Bereich gering. In katholischen Heimen der Kinder- und Jugendhilfe wurde Gewalt nicht grundsätzlich eingesetzt.
Am Mittwoch, 4. März 2009
um
21:15 Uhr
sendete das Bayerische Fernsehen in
Kontrovers
Das Politikmagazineinen Bericht zum Thema
Ehemalige Heimlinder
Am Dienstag, 17.02.2009
soll nach Angaben der Saarbrücker Zeitung
der Runde Tisch zum Schicksal der Heimkinder seine erste Sitzung abhaltenWeitere Informationen hier
Am Donnerstag 29.01.2009
um 19:45 Uhr sendetarte
in ARTE Info
einen Bericht über ehemalige Heimkinder und den Runden Tisch
von Andrea FiesAm Sonntag 25.01.2009
18 Uhr sendete das
ZDF
ML Mona Lisa
Viele Zöglinge von Kinderheimen wurden in den 60er Jahren als Zwangsarbeiter missbraucht.
Keine Entschädigung für Heimkinder?
Senderinformation:
http://monalisa.zdf.de/ZDFde/inhalt/2/0,1872,7508066,00.html
Donnerstag 22.1.2009
18:40 Uhr sendete der
Deutschlandfunk
Hintergrund
Wenn du nicht spurst, kommst du ins Heim! - Späte Hilfe für westdeutsche Heimkinder
Autor: Detlef GrumbachSendung anhören hier
Am Sonntag 18. 1. 2009
um 19.30 - 20.00 Uhr sendete
Westpol WDR Fernsehen
Ehemalige Heimkinder sind enttäuscht
Zehn Stunden arbeiten, keine Bezahlung, Schläge und Demütigungen, so sah der Alltag vieler Heimkinder in den 50er und 60er Jahren aus. Als sich der Bundestag dafür vor kurzem öffentlich entschuldigt hat, hofften die Betroffenen auf Entschädigung für Ihr Leid. Doch jetzt hat Familienministerin von der Leyen einen Entschädigungsfonds des Bundes ausgeschlossen.
12.1.2009
Bundespressekonferenz, 12.1.2009, 11.30 Uhr
Protokollauszug
Donnerstag 18.12.2008 20:05 Uhr
NDR 1 Radio
Unser Thema
Im Namen der Kirche: geschlagen, ausgebeutet, vergessen
Das Schicksal der Nachkriegs-Heimkinder
Priester und Nonnen haben im Nachkriegs-Deutschland Tausende Kinder und Jugendliche in den Fürsorgeanstalten misshandelt. Die Gründe für die Einlieferung waren gering: Schule schwänzen, Rock-Musik hören oder ein zu kurzes Kleid reichten aus. Der Staat schaute weg bei den Übergriffen in den sogenannten Besserungsanstalten. Die ehemaligen Heimkinder leiden noch heute unter dem Unrecht von damals.
Erstmals stellen sich Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann und Landesbischöfin Margot Käßmann am 18. Dezember bei NDR 1 Niedersachsen den Vorwürfen und Forderungen der ehemaligen Heimkinder.
Redaktion und Moderation: Holger Bock
Am 26.11.2008
fand zum Thema:
Ehemalige Heimkinder
eine öffentliche
Beratung des Petitionsausschusses
des Deutschen Bundestages
in Berlin stattIn der Information des Deutschen Bundestages vom 28. 22. 2008 heißt es dazu:
Der Petitionsausschuss schlägt einstimmig vor, noch in diesem Jahr einen Runden Tisch unter Vorsitz der früheren Bundestagsvizepräsidentin Antje Vollmer einzurichten. Sie bezeichnete das künftige Gremium in der Sitzung als "kleine Wahrheitskommission". Die Organisation und Koordination sollen der Bundesverband für Erziehungshilfe und das Deutsche Institut für Jugend und Familie übernehmen.
Mehr dazu hier
20.11.2008
Pressemeldung des Deutschen Bundestages -
Bundestagspräsident Lammert bei der öffentlichen Beratung
des Petitionsausschusses zum Thema "Heimkinder"
Pressemitteilung des Deutschen Bundestages:
20.11.2008
Heimkinder der Nachkriegszeit melden sich zu Wort
Im Zwischenbericht des Petitionsausschusses vom Juni 2008 heißt es dazu:
"Der Petitionsausschuss sieht und erkennt erlittenes Unrecht und Leid, das Kindern und Jugendlichen in verschiedenen Kinder- und Erziehungsheimen in der alten Bundesrepublik in der Zeit zwischen 1945 und 1970 widerfahren ist und bedauert das zutiefst."
(Zwischenbericht des Petitionsausschusses, Pet 3-16-11-821-004189. S. 1).Mehr dazu hier
Am 15.11.2008
2. Runder Tisch zur Fürsorgeerziehung
Landeserziehungsheim Glückstadt
in Kiel
Mittwoch 22. Oktober 2008
NDR 1 Radio
Bundestag will Nationale Konferenz für misshandelte Heimkinder einrichten
Der Deutsche Bundestag will nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen die Misshandlungen an ehemaligen Heimkindern umfassend aufklären.
In einer Nationalen Konferenz soll die "Fehlentwicklung in den Kinderheimen von 1945 bis 1975" aufgearbeitet werden - das erfuhr NDR 1 Niedersachsen aus Kreisen der Opferverbände.
Die Mitglieder des Bundestags-Petitionsausschusses sind sich demnach einig, den Opfern der Gewaltexzesse mit der Konferenz ein Forum zu geben, Bundestagspräsident Lammert will den Beschluss Ende November offiziell verkünden.
Die Konferenz soll Entschädigungszahlungen für die ehemaligen Heimkinder beraten, aber auch eine wissenschaftliche Erforschung der Heimunterbringung in der Nachkriegszeit in Auftrag geben. Zudem soll über Hilfen für bis heute traumatisierte ehemalige Heimkinder beraten werden.
Experten gehen von einer halben Million Kinder aus, die in bundesdeutschen Kinderheimen bis in die 70er Jahre hinein massiver auch sexueller Gewalt ausgeliefert waren oder zwangsweise arbeiten mussten.
Holger Bock
NDR 1 Niedersachsen Tel. 0511 988-2191
Sonntag, 5. Oktober 2008
18.00 Uhr
ZDF
ML Mona Lisa
mit Marina Ruperti
Gestohlene JugendWie lange müssen ehemalige Heimkinder noch auf Entschädigung warten?
Senderinformation:
Keine Entschädigung für deutsche Heimkinder?
Prügel, Missbrauch, Sklavenarbeit - für viele Heimkinder gehörte die sogenannte "schwarze Pädagogik" bis in die 70er Jahre zum Alltag. Erstmals erkennt nun die Hannoversche Landeskirche ihr Leid an. Doch: Eine finanzielle Entschädigung kann noch Jahre auf sich warten lassen. Für viele Opfer ist es dann zu spät.
Pressekontakt: ZDF-Pressestelle Telefon:
06131 / 70 - 2120 oder 06131 / 70 - 2121
23.09.2008
Niedersächsisches Ministeriumfür Soziales, Frauen, Familie
und Gesundheit
Presseinformation Nr. 90
Sozialministerin Ross-Luttmann:
Erlittenes Leid misshandelter Heimkinder muss auch halbes Jahrhundert später jede Anstrengung wert sein
Betroffene können sich telefonisch und postalisch an das Sozialministerium wenden
HANNOVER. Anlässlich der bundesweiten Diskussion über in den fünfziger und sechziger Jahren misshandelte Heimkinder hat Niedersachsens Sozialministerin Mechthild Ross-Luttmann heute Betroffene aufgefordert, sich mit detaillierten Informationen über erlittene Misshandlungen an das Sozialministerium zu wenden.
Ehemalige Heimbewohnerinnen und Heimbewohner können das Fachreferat Kinder- und Jugendhilfe des Niedersächsischen Sozialministeriums, unter der Telefonnummer0511-120 3010
erreichen. Zuschriften sind auch an die Postadresse: Niedersächsisches Sozialministerium, Referat 301, Postfach 1 41, 30159 Hannover zu richten.
Sozialministerin Ross-Luttmann: Wir sind um Aufklärung bemüht. Das erlittene Leid der Betroffenen rechtfertigt auch mehr als ein halbes Jahrhundert später noch jede Anstrengung. Dafür darf es nie zu spät sein.
Gleichzeitig hat das Sozialministerium Akten aus dem Hauptstaatsarchiv angefordert, um festzustellen, ob und ggf. welche Misshandlungen in kirchlichen wie auch staatlichen Kinderheimen der 50er und 60er Jahre aktenkundig sind und wie Heimaufsichtsbehörden bei möglichen Verstößen reagiert haben.
Am 17. September 2008
sendete 3sat
Heimkinder Der Weg des geringsten Widerstands
Gisela Tuchtenhagen
BRD 1986
Im Januar 1985 reisen vier Erzieher des Johannes-Petersen-Heims Hamburg zusammen mit 15 Jugendlichen in selbst ausgebauten Campingbussen nach Portugal. Sieben Monate lang wollen sie ihre Schützlinge alle bisher massive Schulabbrecher und -verweigerer an regelmäßigen Schulunterricht heranführen und auf den Hauptschulabschluss vorbereiten. Das ungewöhnliche Konzept und der Verzicht auf Bestrafung wurden sogleich Angriffsziel der konservativen Politik und Presse. Die Reisepädagogik ist für einige der Jugendlichen eine Zwangsmaßnahme, die teilweise heftige Auseinandersetzungen mit sich bringt. Voraussetzung für einen Erfolg der Maßnahme ist die Anerkennung der Veränderungswürdigkeit aller Beteiligten, sowohl der Kinder als auch der Pädagogen. Der Film beginnt mit der Rückkehr der Gruppe nach Hamburg im August 1985: In drei Tagen beginnt die Schule, in zwei Wochen steht die Prüfung für den Hauptschulabschluss an.
16.09.08
Diakonie richtet Hotline zu Misshandlungen in Heimen ein
Hannover (epd).
Das Diakonische Werk der hannoverschen Landeskirche hat eine Telefon-Hotline für die Opfer von Kindesmisshandlungen in Erziehungsheimen in der Nachkriegszeit geschaltet. Unter der Nummer
0511/3604-344
werktags von 9 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr
könnten sich ab sofort ehemalige Heimkinder melden, die ihre Geschichte erzählen wollten, teilte die Diakonie am Dienstag mit. Das Telefon sei werktags von 9 bis 12 und von 13 bis 16 Uhr besetzt.
Mit ihrem Projekt "Gewalt und Unrecht in der Heimerziehung der 50er und 60er Jahre" erforscht die Diakonie zurzeit den Alltag in den Heimen der Nachkriegszeit. Ausgangspunkt waren Berichte ehemaliger Heimkinder über Misshandlungen, Erniedrigungen und wirtschaftliche Ausbeutung in konfessionellen und staatlichen Heimen. Am Montag war bekannt geworden, dass die Misshandlungen bis hin zu sexuellem Missbrauch reichten. Prügelstrafen und Schikanen seien in manchen Heimen an der Tagesordnung gewesen. (epd Niedersachsen-Bremen/b2596/16.09.08)NDR
15.September 2008
Gewalt in Kinderheimen
Autorin/Autor: Bock, Holger
Niedersachsen
Studie: Kinder in kirchlichen Heimen misshandelt
In den 50er- und 60er-Jahren ist es in kirchlichen Kinderheimen zu schweren Misshandlungen gekommen. Nach Informationen von NDR 1 Niedersachsen belegt das eine Dokumentation, die von der evangelisch-lutherischen Landeskirche in Hannover in Auftrag gegeben wurde. Der Studie zufolge sollen zahlreiche Kinder geschlagen, gedemütigt und sogar vergewaltigt worden sein. Außerdem seien die Heimkinder zu Arbeiten wie Torfstechen oder dem Straßenbau verpflichtet worden.
Diakonie: Übergriffe keine seltene Ausnahme
Der Direktor der Diakonie in Niedersachsen, Manfred Schwetje, räumte Misshandlungen in kirchlichen Heimen ein. "Es gibt die Situation, dass Übergriffe in einigen Heimen keine selte Ausnahme bildete", sagte er am Montag in Hannover. Wenn die Untersuchung abgeschlossen sei, solle über Hilfen für die Betroffenen entschieden werden. Diese erwarteten aber mehr als eine Entschuldigung. Die Caritas bezweifelte am Montag in einer ersten Reaktion eine Systematik der Gewalt in den kirchlichen Kinderheimen. Vielmehr seien die Erzieher dort durch die schlechten Voraussetzungen wahrscheinlich überfordert gewesen, so ein Caritas-Sprecher.
Erinnerungen unter Tränen
Der Verfasser der noch in Arbeit befindlichen Dokumentation, Hans Bauer, sagte, es habe sich nicht um bedauerliche Einzelfälle gehandelt, sondern um systematischen Missbrauch. Die schweren Misshandlungen seien zwar nicht von oben angeordnet, aber gängige Praxis gewesen. Ehemalige Zöglinge hätten ihm vom sexuellen Missbrauch durch das Personal der Einrichtungen berichtet, so der ehemalige Erziehungleiter. "Da vergingen sich Erzieherinnen an 13-jährigen Jungen und umgekehrt noch häufiger Erzieher an Mädchen. Da ist beides geschehen." Männer, die heute schon im Rentenalter seien, hätten ihm unter Tränen das ihnen zugefügte Leid geschildert. Jahrzehntelang hätten die Opfer aus Scham und der Angst davor, dass ihnen nicht geglaubt werde, geschwiegen.
Die Zahl der betroffenen Opfer soll in Niedersachsen bei rund 50.000 liegen. Experten schätzen, dass bundesweit rund eine halbe Million Kinder in kirchlichen Heimen misshandelt wurden. Dem Bericht von NDR 1 Niedersachsen zufolge ist die evangelisch-lutherische Landeskirche in Hannover eine der wenigen, die sich in dieser Frage der Vergangenheit stellt. Viele Betroffene hätten sich nie von dem Unrecht erholt.
8. September 2008
ZDF infokanal
21:00 Uhr
In den Fängen der Fürsorge
Das Schicksal von Heimkindern der 60er Jahre
Reportage
Carola Koszinoffski und Günter Klefenz waren keine Einzelfälle. In den frühen Jahren der Bundesrepublik Deutschland waren tausende Kinder in den Fängen der Fürsorge...
Weitere Informationen hier
Am 26.August.2008
legte der
SCHLESWIG-HOLSTEINISCHE LANDTAGeinen
Bericht der Landesregierung zur Unterbringung und Zwangsarbeit von Kindern und Jugendlichen in ehemaligen Heimen
der Landesfürsorgeerziehung vor.Darin werden insbesondere die Bedingungen und Zustände im Landesführsorgeheim Glückstadt beschrieben. Dieser Bericht ist eine erste Reaktion auf den in der Sitzung am 17.07.2008 angenommen Antrag der Fraktionen von CDU, SPD, FDP, Bündnis 90/ DIE GRÜNEN sowie der Abgeordnetendes SSW (Drs. 16/2177).
Den Wortlaut des Berichtes finden Sie hier!
17.Juli.2008
Presseinformation der Landtagsfraktion
Schleswig Holstein
Wortlaut der Reden zur Debatte um die Vorgänge in ehemaligen Heimen der Landesfürsorgeerziehung
Den Wortlaut der einzelnen Reden finden Sie als PDF Datei in den Presseinformationen von
CDU - FDP - Die Grünen - SPD - SSW
Oder unter Pressetexte 2008 hier
16.Juli.2008
Presseinformation der SPD-Landtagsfraktion
Schleswig-Holstein - Kiel, 16. 07. 2008, Nr.: 201/2008
Sandra Redmann und Wolfgang Baasch:
Bedauern über Vorfälle im Fürsorgeheim Glückstadt
Zur Debatte um die Vorgänge in ehemaligen Heimen der Landesfürsorgeerziehung erklären die kinder- und jugendpolitische Sprecherin der SPD-Landtagsfraktion, Sandra Redmann, und der sozialpolitische Sprecher Wolfgang Baasch:
Sozialministerin Dr. Gitta Trauernicht hat mit der Dokumentation ,,Runder Tisch mit ehemaligen Fürsorgezöglingen aus dem Landesfürsorgeheim Glückstadt" die Schicksale der ehemaligen Jugendlichen aufgegriffen und mit der Aufarbeitung der Akten und der Einsetzung eines Runden Tisches mit den Betroffenen ein wichtiges Zeichen ge-
setzt. Die SPD-Landtagsfraktion begrüßt dieses Vorgehen und regt an, diese Aktivitäten fortzusetzen und im Herbst einen Runden Tisch auch mit Mitgliedern des Petitionsausschusses des Bundestags einzuberufen. Denn das Kinderheim Glückstadt mit seiner ,,schwarzen Pädagogik" war kein Einzelfall; derartige Vorfälle hat es auch in anderen Bundesländern gegeben. Die Aufarbeitung in Schleswig-Holstein kann für diese Vorbild sein.
Das Handeln im Landesfürsorgeheim Glückstadt, das zum Ziel hatte, Jugendliche nicht aufzubauen, sondern zu brechen, kann heute nicht mehr ungeschehen gemacht werden. Das Land sollte sich jedoch zu der politischen Verantwortung für die vollständige Aufarbeitung der damaligen Ereignisse bekennen.
Wir bedauern ausdrücklich, dass es zu diesen Schicksalen der ehemaligen Jugendlichen, die Misshandlungen, Demütigungen und Ausbeutung in dem damaligen Landesfürsorgeheim Glückstadt über sich ergehen lassen mussten, gekommen ist.
Herausgeber: Landeshaus
SPD-Landtagsfraktion Postfach 7121, 24171 Kiel
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Am Donnerstag 17. Juli 2008 16 Uhr
im
Schleswig-Holsteinischen Landtag:
Debatte zur Situation von Kindern und Jugendlichen in ehemaligen Heimen der Landesfürsorgeerziehung und zu den Folgen der dort praktizierten menschenverachtenden "Erziehungs" - und "Fürsorge" -Maßnahmen der Nachkriegszeit bis in die Siebziger Jahre
Die Fraktion Bündnis 90 / Die Grünenhat mit der Drucksache 16/2167 zu der in der
vom 16. bis zum 18. Juli 2008 stattgefundenen Plenarsitzung des
Schleswig-Holsteinischen Landtages
einen Antrag zur
Unterbringung und Zwangsarbeit von Kindern / Jugendlichen
in ehemaligen Heimen der Landesfürsorgeerziehung zur Entschließung eingebracht
In diesem Antrag wird der Landtag aufgefordert:
Die Landesfürsorgeerziehung in den 50er, 60er und 70er Jahren des 20. Jahrhunderts als "dunklen Fleck in Schleswig-Holsteins Geschichte" zu benennen.
Es soll eingestanden werden, dass über Jahrzehnte eine Verdrängung menschenrechtswidriger Zustände stattgefunden hat, so dass man sich auf diese Weise der Verantwortung gegenüber den Leiden der ehemaligen Heimzöglinge entzogen hat.
Auch wenn die damaligen menschenunwürdigen Zustände in den Heimen heute nicht ungeschehen gemacht werden können, soll sich der Landtag zu der politischen Verantwortung für die damaligen Ereignisse bekennen.
Der Landtag soll gegenüber den Opfern eine Bitte um Vergebung aussprechen, welche "die Zwangsverwahrung, menschenunwürdige Behandlung
und Zwangsarbeit" unmissverständlich als Unrecht benennt.
Die Initiative mit einem "Runden Tisch" - das heisst in Gesprächen mit Betroffenen, wie sie durch den bemerkenswerten Einsatz von Herrn Otto Behnck angeregt, durch das Verständnis in die Problematik von der Ministerin für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren in Schleswig-Holstein, Frau Dr. Gitta Trauernicht erstmalig in einem Bundesland ermöglicht wurden - die Tabuisierung des Themas zu durchbrechen, soll begrüßt werden und die erforderliche wissenschaftliche Aufarbeitung der ehemaligen Landesfürsorgeerziehung soll als notwendig bezeichnet und deren Finanzierung durch Stiftungsgelder akquiriert werden.
Die Arbeit, "die im Landesarchiv lagernden über 7000 Akten zu sichten und archivieren, um das gesamte Ausmaß der Menschenrechtsverletzungen
offen zu legen" soll durch zusätzliche Mitarbeiter gewährleistet werden.
Ausserdem soll auch die Arbeit des Petitionsausschusses zum Thema ehemaliger Heimkinder, in der Hoffnung auf baldige Ergebnisse, begrüsst werden.
Es soll deutlich gemacht werden, dass der Landtag Schleswig-Holstein "eine bundeseinheitliche Entschädigungsregelung für die Opfer der Landesfürsorgeerziehung der 50er, 60er und 70er Jahre für sinnvoll und angemessen hält".
Die Landesregierung soll sich bemüht zeigen "insbesondere eine Berücksichtigung der stattgefundenen Zwangsarbeit auf Rentenanwartschaften und Rentenzahlungen der Opfer zügig voranzutreiben."
Für die Betroffenen bleibt nun zu hoffen, dass diese Initiative der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen auch von den Fraktionen der anderen im Landtag von Schleswig-Holstein vertretenen Parteien mitgetragen wird und dass sich baldmöglichst alle Parteien aller Landtage der Bundesrepublik Deutschland - bezogen auf das in den jeweiligen Bundesländern in der fraglichen Zeit in Fürsorgeeinrichtungen geschehene Unrecht - dem in Schleswig-Holstein eingebrachten Antrag anschließen!
Den Wortlaut des Antrages der Fraktion Bündnis 90 / Die Grünen - Drucksache 16/2167 Schleswig-Holsteinischer Landtag - finden Sie als Pdf-Datei hier
Dokumentation
Runder Tisch
mit ehemaligen Fürsorgezöglingen aus dem Landesfürsorgeheim Glückstadt
am 19. Januar 2008 im Landeshaus Kiel
Ministerium für Soziales, Gesundheit, Familie, Jugend und Senioren
des Landes Schleswig-Holstein
Universität Koblenz-Landau
Als Pdf-Datei hier


